Neue Regeln für noch mehr Sicherheit

 BB 1771 webDie Helm Norm ECE-R-22.06 regelt, welche Auflagen Motorradhelme erfüllen müssen, damit sie für den Straßenverkehr zugelassen sind. Nach gut 20 Jahren wurde die Sicherheitsnorm nun reformiert. Sie soll dafür sorgen, dass Helme und Visiere noch sicherer werden.

Generell wird mit einer höheren Aufprallgeschwindigkeit geprüft. Zudem dürfen die Prüfer den Anprallpunkt jetzt frei wählen, früher war dieser vordefiniert. Modular aufgebaute Helme wie der neue SCHUBERTH C5 werden künftig mit und ohne Kinnschutz oder aufgeklapptem Kinnteil geprüft. Auch die mittlerweile sehr verbreiteten integrierten Sonnenblenden werden stärker begutachtet. Sonnenblenden müssen sich unabhängig vom Visier bewegen lassen. Ist ein Sonnenschutz integriert, so muss dieser zur Prüfung heruntergeklappt werden. Gleiches gilt auch für Zubehörteile. Nur die bei der Prüfung montierten Anbauteile dürfen sich später auch am Serienhelm wiederfinden.

Erhöht werden auch die Anforderungen an die Visiere und deren Mechanik. So müssen diese den Anprall einer Stahl-Testkugel mit einer Geschwindigkeit von 60 m/s überstehen ohne zu zerbersten. Neu hinzugefügt zum Testprozedere wird zudem eine Aufpralltestmethode zur Messung der Rotationsbeschleunigung.

In Abhängigkeit von weiteren nationalen Vorgaben müssen die neuen Helme mit reflektierenden Oberflächen oder alternativ mit reflektierenden Aufklebern versehen sein. Diese können auch zusammen mit einem entsprechenden Montagehinweis dem Helm beigelegt werden.

(Quelle: www.motorradonline.de)