Leichtbau durch Werkstoffmix

SamPa webAls Spezialist im Bereich Partikelschaum steuert RUCH NOVAPLAST bei einem staatlich geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekt für Leichtbau in der Automobilbranche/Elektromobilität (SamPa) wertvolles Wissen bei.

Das Technologieprojekt „Integrale Fertigung von hybriden Leichtbau-Sandwich-Strukturen im PVSG – Partikelschaum-VerbundSpitzgießen® für die Großserie“ ist dabei Teil der Plattform FOREL, der national übergreifenden, offenen und unabhängigen Plattform zur Entwicklung von Hightech-Leichtbausystemlösungen in Multi-Material-Design für E-Fahrzeuge der Zukunft.

Der Werkstoff Partikelschaum erfüllt im Automobilbau gleich mehrere wesentliche Eigenschaften: er ist leicht, bietet hohe geometrische Freiheitsgrade, ist thermisch isolierend und sorgt dank seines Rückstellvermögens für Sicherheit im Fahrzeug.

Im Rahmen des Forschungsprojekts SamPa entwickeln mehrere Partner aus Wissenschaft und Industrie das Fertigungsverfahren PVSG – Partikelschaum-VerbundSpitzgießen® auf die Anforderungen einer Großserienfertigung weiter. Aus dem Projekt sollen Multimaterialverbünde, Verarbeitungswerkzeuge, Prozesse/Verbindungstechniken und die notwendigen Simulations- und Inline-QS Möglichkeiten entstehen, die es ermöglichen neuartige und ressourceneffiziente Leichtbauteile entstehen, die bei der Herstellung von Elektromobilen und Fahrzeugen eingesetzt werden können.

RUCH NOVAPLAST befasst sich mit der Entwicklung und Charakterisierung von neuartigen Partikelschäumen, die die den Prozess des PVSG – Partikelschaum-VerbundSpitzgießen® unterstützen und die Eigenschaften des Verbundbauteiles positiv beeinflussen. Bestehende Anlagentechnik und Prozesse zur Herstellung der Bauteile werden weiterentwickelt oder durch neue substituiert.

Die funktionalisierten Partikelschaumbauteile werden dem Konsortium zur Charakterisierung, für PVSG-Versuche zur Verfügung gestellt und auf Basis der Versuchsergebnisse optimiert. Zum Ende des Projektes in November 2018 entsteht eine Prozesszelle aus der ein SamPa-Demonstrator aus dem KFZ-Interieur gefertigt werden kann.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt  SamPa wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenkonzept „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ (Förderkennzeichen 02P15Z000 – 02P15Z006) und mit Mitteln aus dem Energie- und Klimafonds gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

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